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Shropshireschafe sind mittelgroß mit weißer Wolle bei denen die behaarten Körperteile dunkelbraun bis schwarz sind. Der häufig auch bis an die Stirn und an die Backen bewollte  Kopf des Shropshire Schafes, aufgesetzt auf einen kräftigen Hals, ist mit schwarzen Stichelhaaren besetzt. Shropshireschafe sind hornlos. Die Schaupe ist charaktergebend.

Die Wolle der Shropshire Schafe zählt zum Crossbredtyp und ist eher geeignet für Oberbekleidung, da sie weniger fein und weniger gekräuselt ist wie z.B. Merinowolle.

Vom Typus her zeigt sich das Shropshireschaf mit seitlich abstehenden Ohren und mit kurzen, stämmigen Beinen. Sein Rumpf ist lang und tief mit breitem Rücken und ausgeprägten Keulen. Als gute Fleischschafrasse mit entsprechend ausgeprägten Muskelpartien erreichen Lämmer aus guter Zucht und bei intensiver Fütterung bereits mit 4 Monaten ein Schlachtkörpergewicht von 22 bis 25 kg.

 

 

Die Ablammleistung der Shropshire Schafe liegen bei gutem Herdenmanagement über 160% und die Schafe zeigen eine ausgeprägte Mütterlichkeit mit guter Milchleistung. Beim Ablammen kommt es nur sehr selten zu Problemen.Shropshireschafe sind erstmals 1859 auf der Ausstellung der Agricultural Society in England vorgestellt worden und seither gelten sie als eigenständige Rasse. Danach erfolgte eine rasche Entwicklung und Verbreitung. Ein Zuchtbuch für Shropshire Schafe existiert bereits seit 1882.

Die wachsende Beliebtheit des Shropshireschafes führte zu einer deutlichen Verbreitung auch über die Grenzen der namensgebenden Grafschaft Shropshire, so dass die Shropshire-Schafe gegen Ende des 19. Jahrhunderts die bedeutendste Fleischschafrasse Englands war. Großbritannien, Nordamerika und Neuseeland haben bis heute die wichtigsten Zuchten. Auch in Deutschland standen schon um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gut 20.000 Shropshireschafe in schafhaltenden Betrieben.

 

 

Nach einem deutlichen Rückgang der Herdenzahl, insbesondere in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, gewinnt das Shropshire Schaf in jüngster Vergangenheit wieder deutlich an Interesse. Ihre vielfältigen Einsatzgebiete, die robuste Konstitution und die Anpassungsfähigkeit führen aktuell zu einer Ausbreitung in Deutschland wie in vielen europäischen Nachbarländern.

Karges Futterangebot ist für Shropshireschafe kein Problem, so dass sie auch auf mageren Standorten zur Landschaftspflege einzusetzen sind und als gute Futterverwerter auch dort noch hohe, gute Leistungen erbringen.

Vom Charakter ist das Shropshire-Schaf ruhig, wodurch das Herdenmanagement erleichtert wird.